Der Burgpalast in Budapest: Wahrzeichen im Budaer Burgviertel
Der Burgpalast auf dem Burgberg ist nicht nur weithin zu sehen, sondern mit seinen Museen und der Nationalbibliothek Zentrum der 800 jährigen (österreich-) ungarischen Kultur.
Die vielbesungene, malerische Donau trennte jahrhundertelang die beiden alten Städte Buda und Pest, heute als ungarische Hauptstadt Budapest bekannt. Höhepunkt im wortwörtlichen Sinne und Wahrzeichen ist der Burgpalast Budapest, der majästetisch über der Metropole thront.
Bereits im 13. Jahrhundert befand sich auf der Anhöhe eine Wehrburg. Trotzt mehrfacher Zerstörungen unter anderem durch den Türkensturm 1541 und den Zweiten Weltkrieg, befindet sich hier, in der alten Königsresidenz, bis heute das kulturelle Zentrum Ungarns. Von atemberaubender Schönheit ist die Anlage, die im neobarocken Stil 1904 durch zwei ungarische Architekten fertiggestellt wurde. Die ebenfalls um 1900 entstandene Fischerbastei in ihrer markanten weissen Kalksteinfassade gehört ebenso zum Budear Burgenviertel, wie der Matthiasdom und imposante Reste grosser, begehbarer Wallmauern vergangender Jahrhunderte.
1991 konnte das Kölner Kunstsammlerpaar Irne und Peter Ludwig als grosse Geste der Verständigung im nördlichen Palastareal das Ludwig-Museum für Zeitgenössische Kunst eröffnen. Es zog 2005 auf die Pester Stadtseite in den Palast der Künste um. Die Nationalgalerie mit der wohl wichtigsten Sammlung ungarischer Kunst nimmt einen bedeutenden Teil des Burgpalast Budapest ein. Hier bietet sich dem Betrachter ein panoramatischer Gesamtblick auf die nationale Kunstgeschichte, die stark mit der fruchtbaren Epoche der Doppelmonarchie verbunden ist.
Auf den malerischen Burgberg gelangt der Besucher mit der U-Bahn-Linie 2, den Busen 10 und 110 oder besonders empfehlenswert wegen der gewährten Aussicht, mit der Standseilbahn. Nicht nur weil der Burgpalast Budapest seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, sondern weil er eines der grossen europäischen Bauensembles ist, gehört er in die Liste der Reisetipps für 2012.
